Sonntag, 7. November 2010

Viel Interessantes auf einer ewig langen Autofahrt


Da denkst du: Wir fahrn mal kurz Pferde ankucken auf einer anderen Farm. Kein Problem. Einige von den Gästen wollen auch mit, ist ja interessant so ein Ausflug. Die Farm ist ungefähr 250 km entfernt. Fahrzeug angesichts der Menschenmassen ein pistenerprobter VW-Caravelle und hinten dran der Pferdehänger. Man kann ja nicht wissen, ob man die Pferdchen nicht gleich mitnehmen sollte.
Und dann gehts los. Erst über Otjiwarongo hinten um dem Waterberg rum und dann anterthalb Stunden Schotterpiste. Fenster kann man unter keinen Umständen auf machen und die Lüftung vermag auch nicht vollständig vor den Staubmassen zu schützen. Solch eine lange Fahrt hat den Vorteil, dass man sich in Ruhe über alles mögliche unterhalten kann. Birte kennt sich sehr gut aus und ist eine super Informantin in Bezug auf Landeskunde in jeglicher Hinsicht. Warum ist Namibia z. B. so ein ruhiges und sicheres Land im Vergleich zu vielen anderen afrikanischen Ländern? Wenn du solch eine Fahrt über Land machst, dann kannst du dir das fast selbst erklären. Es leben einfach so wenig Menschen hier und die so weit auseinander; für eine Revolution kann man sich da sehr schlecht verabreden. Das mag sicher nur ein Grund sein.
Die Farm, auf der wir ankommen, ist wie die meisten hier von einer weißen Familie geführt und liegt mitten auf der Strecke Richtung Gobabis, also Botswana. Die Tiere können hier vergleichsweise fett gefüttert werden, denn der Grundwasserspiegel ist etwas höher als hier um Kambaku herum. Aber das muss man wissen, als Europäer siehst du nur trockenes Buschland.
Birte sucht für Kambaku ein großes Pferd. Die Farmer haben mehrere male im Vorfeld versichert, dass sie eben solche verkaufen. Doch Namibianer haben ein merkwürdiges Verhältnis zu Größen. Nichts da mit großen Tieren. Dem Farmer fiel bei der Gelegenheit das erste mal auf, dass er seinen Pferden tatsächlich ganz locker über die Schulter kucken kann. Also fahren wir drei Stunden wieder zurück. Übrigens: wenn du unterwegs mal pinkeln musst. Da gibts keinen Strauch zum verstecken. Aber vor wem sollte man sich auch verbergen. Kommt ja sowieso kein anderes Auto vorbei. Und wenn, dann siehst du es schon viele Kilometer vorher.

P. S. Mit Giraffen kann man kein Wettrennen machen!!! Da gibts Ärger!

Freitag, 5. November 2010

Giraffen und immer wieder Pferde




Auch auf die Gefahr hin, dass ich alle langweile, aber im Mittelpunkt stehen eben die Pferde. Mittlerweile habe ich hier einen guten Rhytmus gefunden. Vormittag und Nachmittag Arbeit im Roundpen oder mit den Mädels eine Runde drehen nur mit Strickhalfter und ohne Sattel. Das ist lustig und tut allen gut. Und man festigt die Balance, denn alles ist voll mit Steinen und Dornen und da zwischendurch suchen sich Mensch und Pferd den richtigen Weg. Die Pferde können tagsüber frei übers ganze Farmgelände laufen und gehen abends zur richtigen Zeit wieder heim.

Antworten auf Fragen

Es ist super heiss hier. Das Thermometer steigt tagsueber bis auf 35 Grad. Um das zu wissen gibts tatsaechlich ein passendes Geraet. Es ist immer sehr windig und demzufolge sind wir immer staubig. Der rote Staub setzt sich ganz tief in die Poren, sodass selbst bei bestem Waschen das Handtuch dreckig ist nach dem Abtrocknen. Ich arbeite zweimal am Tag mit den jungen Frauen, die sich um die Pferde kuemmern. Sie haben jetzt schon so viel ueber sich aber vor allem ueber Pferde gelernt, dass Steffen dann mit ihnen sofort den Fortgeschrittenenkurs beginnen kann. Heute frueh waren wir mit unserem Safariguide Silvio unterwegs per Jeep. Und: wir haben Giraffen gesehen. Fotos folgen sobald die Technik es wieder zulaesst. Ich bin so dankbar, dass ich hier sein kann. Das koennt ihr euch gar nicht vorstellen!!!!!!!

Donnerstag, 4. November 2010

Jetzt mal ein paar Bilder

so


Das ist jetzt Tag drei meines Farmaufenthaltes. Man soll es kaum glauben, aber ich stehe jeden Tag vor dem Aufstehen auf, denn man kann wirklich nur in den Morgenstunden draußen arbeiten und sich bewegen. So nach und nach mache ich mich mit allen Pferden vertraut, das sind Morgen- und Abendstunden im Roundpen. Sonst passiert hier nicht so besonders viel. Man kann auch nicht einfach mal in die Stadt fahren oder sowas. Otji ist ca. 80 km entfernt und ein langer Weg ist nur Schotterpiste. Morgens und abends können wir von hier aus Tiere am Wasserloch beobachten. Es kommen Warzenschweine, Elanantilopen, Oryxe und Springböcke. Natürlich kenne ich mich mit Tieren gar nicht aus. Wenn wir Glück haben werden auch mal Giraffen und Zebras dabei sein. Mal sehen. Das Leben hier ist schon sehr komfortabel. Alle Angestellten der Farm wohnen auch hier. Das sind fast 40 Leute. Es gibt einen kleinen Shop, in dem die Leute für ihre Creditpoints einkaufen können.Wenn man etwas besonderes braucht, dann muss man es irgend wie hin bekommen, mit jemanden, der sowieso in die Stadt muss mit zu fahren. Also nichts mit: Ich mach mal kurz einen Ausflug. Jetzt habe ich gerade mal ein wenig Internet. Aber Mails abrufen geht noch nicht. Also, wichtige Botschaften (aber was kann schon so wichtig sein....) gehen nur über Facebook oder eben über den Kommentar hier auf dem Blog.

Dienstag, 2. November 2010

Bin da!

Also Bilder gibts heute noch nicht! Da muesst Ihr noch warten.
Rings um mich her ist jetzt so viel Afrika, wie ihr es euch kaum vorstellen koennt. Das Plateau, auf dem wir hier sitzen ist 1700 m ueberm Meeresspiegel !!!. Da wird mich demnaechst arg die Muedigkeit packen. Den Waterberg sehe ich von der Zimmertuer aus.
Ein Minikleines Problem gibts allerdings: Ich habe kein Gepaeck!!!! Das muss nun hoffentlich den Weg finden von Johannesburg bis hierher. So habe ich im Prinzip "nur" mich selbst...
Ansonsten habe ich schon ein wenig die Pferde kennen gelernt. Alles laeuft super entspannt hier. Ich freu mich auf die Arbeit.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Wie kann man solch einem Ruf widerstehen...

Übermorgen schon in Afrika...

Mit dem heutigen Sonntag beginnt also wieder der spannende Teil in diesem Blog. Morgen gehts los nach Namibia. Eine 24 - stündige Reise liegt vor mir bis ans andere Ende der Welt. Dort ist jetzt Sommer: 30 Grad im Schatten. Ich freu mich, dass mich dort schon Menschen erwarten.
www.kambaku.com
Doch jetzt heißt es erst mal Abschied nehmen, alle Sachen einpacken und dann noch die nächste Nacht überstehen.
Danke heute an die, die so spontan den Segen für mich und die Reise erbeten haben. Danke Dir Guido und all die anderen.... Ich freu mich, nach vielen Eindrücken zu euch allen zurück zu kehren. Auf Kambaku warten aber nicht nur Menschen: ES GIBT PFERDE DORT!!!!!